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Lesung: Andreas H. Drescher - „Schaumschwimmerin“

...eine Rückschau aufs 20. Jahrhundert

„Vor fünfzehn Jahren hätte man die Straße mit mir walzen können. Und heute bin ich so leicht, dass ich oben auf dem Schaum schwimme“, sagt Greta Grün in Bezug auf ihr letztes Bad. So nennt Andreas H. Drescher den Roman, der die Geschichte von Greta Grün erzählt: „Schaumschwimmerin“ (EDITION ABEL, ET: 21.10.2021).
Als Greta im April 1990 ihren Mann verliert, brechen die Geschichten, die sie über viele Jahre hinweg nicht hat erzählen können, nur so aus ihr heraus. Geschichten über ihre Kindheit im elterlichen „Nusshaus“, über ihre Ehe mit dem am Vortag verstorbenen Albert, über zwei Weltkriege, Evakuierungen, Flucht, Wiederaufbau und über ihre Angst vor dem Tod, die sie schon ihr ganzes Leben lang begleitet. Dabei vermischen sich Erinnerungen mit Träumen, Märchen und Legenden.
Gespiegelt werden Gretas Erzählungen im Erleben ihres Enkels Michael Velten. Er ist der Zuhörer von Gretas über Jahre zurückgehaltener Lebensgeschichte. Einerseits ist er besorgt um die Gesundheit seiner Großmutter, die er so beredsam gar nicht kennt, anderseits fasziniert darüber, wie aufgehoben sie sich fühlt in ihrem Erzählen, findet er durch ihre Geschichten in die alte Nähe zu ihr zurück.
Der Autor, Andreas H. Drescher, wurde 1962 in Griesborn/Saar geboren, studierte Germanistik, Politik und Philosophie in Köln und lebt als freier Autor und Künstler in Saarlouis. Regelmäßig veröffentlicht er Lyrik und Prosa. So unter anderem den Hör-Roman „Darwins Schöpfungsgeschichte“ („Für Darwinisten und Poesiefreunde ein Genuss“, HörBücher-Magazin), den Roman „Kohlenhund“ („atmosphärisch dichte Prosa“, Deutschlandfunk) oder das Hörbuch „Complicius Complicissimus“ („Hervorragend“, Münchner Merkur).  Mit „Schaumschwimmerin“ legt Drescher nun den Nachfolge-Roman zu „Kohlenhund“ vor, der ohne Kenntnis seines Vorgängers zu lesen ist.
Eintritt frei

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