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Bedeutung der Grenzsteinzeichen


Ankerkreuz

Ankerkreuz

Das Ankerkreuz findet man im Crichinger Wappen. 1546 wurde es als Wappen der Herrschaft Pittingen in das Crichinger Stammwappen aufgenommen. Die Crichinger sind die ältesten Herrschaften, deren Zeichen auf Steinen rund um Saarwellingen zu finden sind.


Wied-Runkel

W - Der Buchstabe W ist das Zeichen der Herrschaft Wied-Runkel und nicht für (Saar-) Wellingen, wie manchmal angenommen wird.


Schwarzenholz

SH ist die Abkürzung für die Freie Reichsherrschaft Schwarzenholz


Reisweiler

R ist die Abkürzung für die Meierei Reisweiler


Die Wolfsangel

Wolfsangel

Der Graf von Nassau-Saarbrücken wählte die Wolfsangel als Forstzeichen, weil mit deren Hilfe viele Wölfe erlegt wurden.


Vierspeichiges Rad

Vierspeichiges Rad

Das abgewandelte Rad entstammt dem Wappen der Sophie von Neuenstein (fünf Speichen). Sie war die letzte Äbtissin des Klosters Fraulautern, zu dem Schwarzenholz als Freie Reichsherrschaft gehörte.


Lothringer Doppelkreuz

Lothringer Doppelkreuz

Das Doppelkreuz galt als Wahrzeichen Lothringens. Auf Grenzsteinen wurde es bis 1766 verwendet.


Crichingen

C - An der Grenze zu Falscheid begegnet man auf Grenzsteinen dem Buchstaben "C", der für Crichingen steht. Falscheid war ein nassauisch-crichingisches Dorf.


Bourbonische Lilie

Bourbonische Lilie

Seit 1179 verwendeten die Bourbonen die Wasserschwertlilie als Wappen. Kurze Zeit später galt sie auch als Wappen Frankreichs, so dass die damalige französische Grenze mit dieser Lilie gekennzeichnet war.


Rodener Bann

RB - Die Buchstaben „RB“ bezeichnen den sogenannten Rodener Bann.


Nalbacher Thal

NT - Das damalige Hochgericht Nalbacher Thal gehörte ab 1048 der Herrschaft des St. Simeonsstifts zu Trier.


Sankt Simeonsstift

SS


Königlicher Wald

KW - Große Teile der ehemaligen herrschaftlichen Wälder wurden mit der Preußenzeit (1815) königlicher Wald, der heutige Staatswald.


Knorscheid

K - Das 1789 zur Meierei Reisweiler gehörende Knorscheid trug auf seinen Grenzsteinen ein „K“.


Hagenscher Wald

HW HV - Die Steine nördlich der Gemarkung Reisweiler sind mit den Buchstaben „HW“ und „HV“ gekennzeichnet und stammen aus der Zeit als die Ritter von Hagen Anteil an Reisweiler hatten.


Schwalbach

S - Der Buchstabe „S“ steht für Schwalbach und wurde als Zusatz zur Wolfsangel auf Grenzsteinen angebracht, da die Gemarkung Schwalbach zur Grafschaft Nassau-Saarbrücken gehörte.


Eiweiler

E - Steine mit einem „E“ versehen, stehen an der Grenze zwischen Reisweiler und Eiweiler.


Niedersalbach

NS - Die Gemarkung Niedersalbach ist an den Buchstaben „NS“ zu erkennen.


Vierer Herrschaft Lebach

4HL - Im Nordosten der Gemarkung Reisweiler grenzte die sogenannte Viererherrschaft Lebach an, so dass die Steine die Bezeichenung 4 HL tragen.


Forstwald

F - Abkürzung für das lateinische Wort foris (außerhalb) für den „herrschaftlichen Forstwald“, auch Abkürzung für Frankreich.


1777 - Jahr der Steinsetzung

1777 - In der Reichsherrschaft Schwarzenholz erscheint auf vielen Steinen das Jahr der Setzung 1777.


III - 3 Laufende Nummer

III oder 3 - Arabische oder römische Zahlen geben die laufende Nummer eines Steines entlang der Grenze an und befinden sich unter dem Jahr der Absteinung (Setzung).