Bauern- und Bürgerhäuser


Labacher Hof

Der Labacher Hof gehört zum Saarwellinger Ortsteil Reisbach und befindet sich an der L339, die von Saarwellingen nach Reisbach führt.

Im Jahr 1908 kaufte Nikolaus Fontaine aus Fraulautern den 98 ha großen Labacher Hof, der sich bis heute im Familienbesitz befindet. Die letzte Äbtissin von Fraulautern, Marie Sophie Baronin von Neuenstein, ließ 1787 das Wohngebäude in seiner jetzigen Gestalt errichten. Wappen der Erbauerin, Jahreszahl und Inschrift prangen über dem Eingang. Eine alte Mühle in der Nähe der St. Annen-Kapelle beim Labacher Hof wurde im Jahr 1917 wegen Baufälligkeit abgerissen. Sie war 1738 erbaut worden. Die St. Annen-Kapelle war kurz vor der Jahrhundertwende vom ehemaligen Hofbesitzer Ruf abgerissen worden; die Familie Fontaine erbaute im Jahr 1933 an ihrer Stelle eine neue St. Annen-Kapelle.


Altes Bauernhaus in Reisbach

Das älteste Bauernhaus im Ortsteil Reisbach befindet sich in der Pickardstraße. Es wird im Volksmund „Schuhhannesen-Haus“ genannt. Das Gebäude wurde in mühevoller Kleinarbeit saniert und dient heute nur noch als Wohnhaus.


Die Kunzenmühle in Schwarzenholz

Die Landesherrin der „Freien Reichsherrschaft Schwarzenholz“, die Äbtissin A. Maria Geispitzheim (1720-1730) erteilte dem Johann Sebastian Mayer die Genehmigung, in Schwarzenholz eine Mühle mit Teich und einen Mühlengraben zu errichten. Der Vater des Erbauers hieß Conrad, damals Kunz genannt. Diesen Namen übertrug man auf die Mühle und nannte sie Kunzenmühle. Da die Mühle auch zum Mahlen von Lohe erbaut worden war, wurde sie auch Lohmühle genannt. Die Mühle selbst war im Jahr 1975 wegen Baufälligkeit abgerissen worden. Heute befindet sich an dieser Stelle ein Ausflugslokal mit Namen „Kunzenmühle“.


Die Hausermühle in Schwarzenholz

Die Hausermühle liegt unmittelbar an der früheren Banngrenze Saarwellingen-Schwarzenholz und gehört zu den drei Mühlen, die von der Abtei Fraulautern gebaut bzw. auf ihre Initiative hin gegründet wurden. In ihrer Nähe befinden sich acht Eichenbäume und eine Buche, die als Naturdenkmal ausgewiesen sind. Heute beherbergt die Mühle einen landwirtschaftlichen Betrieb.


Die Bannmühle in Schwarzenholz

Im Jahre 1739 ließ die damalige Äbtissin der Abtei Fraulautern das Gebäude der Bannmühle neu errichten. Über der Haustüre der Bannmühle ist ein Wappenstein mit der Jahreszahl 1739 eingemauert. Diese klösterliche Bannmühle, die in der Nähe der jetzigen Pfarrkirche steht, war wohl die wichtigste der Mühlen der Abtei. Das Gebäude dient heute als Wohnhaus.